Acronis Backup Software: Image-Sicherung statt Dateikopie
Die Dateien sind gesichert – und trotzdem vergehen zwei Tage, bis wieder gearbeitet werden kann. Windows neu aufsetzen, Treiber suchen, Programme installieren, Lizenzschlüssel zusammensuchen, Einstellungen nachbauen. Die Daten waren nie das Problem. Der Zustand des Systems war es.
Genau für diesen Fall gibt es Image-Sicherungen: Statt einzelne Ordner zu kopieren, wird ein Abbild des gesamten Laufwerks angelegt – Betriebssystem, Programme, Einstellungen und Daten in einem Stück. Nach einem Defekt spielt man das Abbild zurück und arbeitet in der gewohnten Umgebung weiter, statt sie neu aufzubauen. Acronis steht seit Jahren für diese Art der Sicherung; welche Editionen aktuell lieferbar sind, zeigt die Produktliste oberhalb dieses Textes.
Weitere Programme zur Datensicherung finden Sie unter Backup Software, Werkzeuge für die Wiederherstellung ganzer Systeme unter Recovery Tools. Den Gesamtüberblick bietet der Bereich Backup & Recovery.
Was eine Image-Sicherung leistet
Ein Abbild statt einer Dateiliste
Eine Dateisicherung kennt Ordner und Dokumente. Eine Image-Sicherung kennt das Laufwerk – einschließlich der Bereiche, die beim Start gelesen werden, der installierten Programme und aller Einstellungen. Der praktische Unterschied zeigt sich erst im Ernstfall: Mit Dateisicherung steht am Ende ein leerer Rechner, auf den die Daten zurückwandern. Mit einem Abbild steht der Rechner wieder so da, wie er am Tag der Sicherung war.
Der Preis dafür ist Speicherplatz. Ein Abbild umfasst das gesamte belegte Laufwerk, nicht nur die Dokumente – ein externes Medium mit ausreichend Kapazität ist deshalb Voraussetzung. Viele Programme arbeiten mit Kompression und legen nach dem ersten Vollabbild nur noch Änderungen an, was den Bedarf deutlich senkt.
Klonen beim Umstieg auf eine SSD
Eng verwandt ist das Klonen. Dabei wird der Inhalt einer Festplatte direkt auf ein anderes Laufwerk übertragen, sodass das Zielmedium anschließend startfähig ist. Der häufigste Anlass: Ein älterer Rechner bekommt eine SSD und soll danach mit demselben System weiterlaufen. Ein Klon ist allerdings keine Sicherung – er ist eine Momentaufnahme für den Umzug. Für die laufende Vorsorge brauchen Sie weiterhin ein Backup mit mehreren Ständen.
Verfügbare Lösungen für Sicherung und Wiederherstellung
Für einzelne Windows-Rechner
Wer eine Dauerlizenz für einen Arbeitsplatz sucht, findet in Ashampoo Backup Pro 27 eine Lösung mit automatischen Sicherungsprozessen sowie System- und Festplattensicherung. Als Sicherungsziel nennt der Hersteller eine externe Festplatte oder einen Netzwerkspeicher, empfohlen werden ein NAS oder eine SSD.
Für Sicherungen außer Haus
Eine Kopie, die nicht im selben Raum liegt, überlebt auch Einbruch, Wasserschaden oder eine Verschlüsselung des Rechners. Norton 360 Security 2026 verbindet Virenschutz mit 10 bis 50 GB Cloud-Speicher. Für Dokumente und Rechnungen reicht das Volumen; vollständige Systemabbilder gehören auf ein lokales Medium.
Für Techniker und mehrere Rechner
Wer Systeme im Auftrag anderer betreut, greift zu AOMEI OneKey Recovery Technician: System-Backup, Notfall-Recovery und die Wiederherstellung kompletter Systemumgebungen, lizenziert als Unlimited-Edition. Soll ein einheitlicher Wiederherstellungsstand für viele gleichartige Geräte vorbereitet werden, ist AOMEI OneKey Recovery Customization die passende Variante.
Die Sicherungsarten im Vergleich
Vier Wege stehen zur Auswahl, und sie lösen unterschiedliche Probleme. Diese Übersicht ordnet sie nach dem, was im Ernstfall tatsächlich zurückkommt.
| Verfahren | Was gesichert wird | Typischer Anlass |
| Dateisicherung | Ausgewählte Ordner und Dokumente | Versehentlich gelöschte oder beschädigte Dateien |
| Image-Sicherung | Komplettes Laufwerk mit System und Programmen | Defekt, Befall, kompletter Systemausfall |
| Klonen | Eins-zu-eins-Kopie auf ein anderes Laufwerk | Umstieg auf eine größere Platte oder SSD |
| Cloud-Sicherung | Ausgewählte Dateien außer Haus | Diebstahl, Wasserschaden, Ransomware |
Das Notfallmedium: der Teil, den alle vergessen
Ein Systemabbild nützt wenig, wenn der Rechner nicht mehr startet und man an das Programm nicht herankommt, das die Wiederherstellung durchführen soll. Deshalb gehört zu jeder Image-Sicherung ein startfähiges Notfallmedium – ein USB-Stick oder eine DVD, von der aus der Rechner bootet und das Abbild zurückspielt. Erstellen lässt es sich in der Regel direkt aus dem Backup-Programm heraus.
Prüfen Sie einmal, ob dieses Medium tatsächlich startet, und bewahren Sie es zusammen mit dem Sicherungsmedium auf. Zwei weitere Punkte gehören zur selben Vorsorge: Ein dauerhaft verbundenes Sicherungslaufwerk wird von Ransomware mitverschlüsselt – ziehen Sie es nach dem Lauf ab. Und wenn ein Abbild Monate alt ist, fehlen darin alle seither installierten Programme. Regelmäßigkeit schlägt Gründlichkeit.
Welche Sicherungslösung passt zu welchem Bedarf?
- Ein Arbeitsplatz, der schnell wieder laufen muss: eine Lösung mit Systemabbild und Notfallmedium.
- Nur Dokumente und Fotos: eine Dateisicherung auf externe Platte oder NAS genügt.
- Umstieg auf eine SSD: eine Klonfunktion, ergänzt um ein laufendes Backup.
- Schutz vor Diebstahl und Wasserschaden: zusätzlich eine Kopie in der Cloud.
- Mehrere Rechner oder Kundengeräte: eine Lösung mit Unlimited-Edition statt Einzellizenzen.
- Schutz und Sicherung zusammen: ein Paket aus Total Security oder Antivirenprogramme als Ergänzung.
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- Dauerlizenz, Jahreslizenz und Unlimited-Edition nebeneinander – vom Einzelrechner bis zur IT-Dienstleistung.
- Sicherung und Wiederherstellung getrennt gelistet, damit Sie das passende Werkzeug finden.
- Unterstützung bei Installation & Aktivierung, falls der Schlüssel nicht angenommen wird.
- Für Unternehmen: Kauf auf Rechnung und Beschaffung über die üblichen Freigabewege.
Sie suchen eine bestimmte Acronis-Edition oder sind unsicher, welches Verfahren zu Ihrer Umgebung passt? Die Lizenzberatung hilft bei der Einordnung und prüft die Verfügbarkeit. Den gesamten Sicherheitsbereich finden Sie unter Virenschutz & Backup.
FAQ: Häufige Fragen zur Image-Sicherung
Ein Backup im engeren Sinn sichert ausgewählte Dateien und Ordner. Ein Image sichert das gesamte Laufwerk einschließlich Betriebssystem, Programmen und Einstellungen. Für gelöschte Dokumente genügt die Dateisicherung; wenn ein Rechner komplett ausfällt, spart das Image den Neuaufbau der gesamten Arbeitsumgebung.
Als grobe Orientierung: mindestens so viel wie das belegte Laufwerk, besser das Zwei- bis Dreifache, wenn mehrere Stände aufbewahrt werden sollen. Durch Kompression fällt ein Abbild meist kleiner aus als die Originaldaten. Wer regelmäßig sichert, plant zusätzlich Platz für die Änderungsstände ein.
Das hängt vom Programm ab. Auf identischer oder sehr ähnlicher Hardware funktioniert es in der Regel problemlos. Bei abweichender Hardware braucht es eine Funktion, die Treiber anpasst – ob eine Software das unterstützt, steht auf der jeweiligen Produktseite. Planen Sie einen Gerätewechsel, klären Sie diesen Punkt vorab.
Für die Arbeitsumgebung reicht meist ein Abbild pro Monat, ergänzt um häufigere Dateisicherungen. Zusätzlich lohnt sich ein Abbild immer dann, wenn größere Änderungen anstehen – vor einem Systemupgrade oder der Installation umfangreicher Software.